Filmvorführung und Gespräch mit Rabbinerin Dr. Yael Deusel
Durch den Vorhang, Kurzspielfilm, 25 Min., Regie: Arkadij Khaet

 

Der 16-jährige Tom reist mit seiner Klasse nach Israel, um an einem Schüleraustausch teilzunehmen. An Gedenkstätten hat er wenig Interesse, er möchte lieber Urlaub machen. Doch dann provoziert Toms Gastbruder eine Auseinandersetzung. Tom kommt verletzt ins Krankenhaus, wo er auf Rosa trifft. Eine Begegnung, die seinen Blick verändert. Der Film wirft Fragen auf und bietet reichlich positiven Stoff für Diskussion. Dazu laden wir Sie herzlich ein.

 

Donnerstag, 1. Februar 2024, 18.00 Uhr
An der Universität 2, Bamberg
Raum U2/01.33 (im ersten Stock)

Sonntag, 5. November 2023, 16.30 Uhr
„Das Kopftuch“
DITIB Türkisch-Islamische Gemeinde zu Bamberg e.V.
Coburger Straße 27
96052 Bamberg

In dem von türkischen und deutschen Jugendlichen gedrehten Kurzfilm geht es um ein muslimisches Mädchen, das in der Schule ein Kopftuch trägt und dafür beleidigt wird. Der Film wirft die Frage auf, wie wir als Zuschauer:innen darauf reagieren und welche Überzeugungen uns im täglichen Handeln leiten. Einige Schauspieler:innen, die den Film vor 10 Jahren gedreht haben, sind zur Diskussion vor Ort. Dieser Film zeigt, dass wir bei aller Unterschiedlichkeit immer eine Wahl haben, wie wir uns verhalten und dass es darauf ankommt, unseren inneren moralischen Kompass richtig zu justieren.
Nach einer Führung durch die Moschee und im Anschluss an den Film wollen wir in den Gemeinderäumen des Islamischen Kulturvereins bei Tee und Gebäck miteinander ins Gespräch kommen.

Sonntag, 15. Oktober 2023, 16.30 Uhr
„Teebeben“
Islamisches Kulturzentrum Bamberg e.V.
Geisfelder Straße 96, 96050 Bamberg

In dem französischen Kurzfilm wird der ehemalige Profiboxer Malik von einem jungen Neonazi nachts in seinem Laden rassistisch beschimpft und beleidigt. Malik reagiert nicht mit Wut oder Gewalt, sondern mit einer Einladung zum Tee. Die überraschende Geschichte entwickelt einen tiefen Sog. Denn Malik ist Moslem und der Film beginnt mit seinem Gebet. Kraftvolle Filme wie „Teebeben“ sind wichtig, weil die von mitmenschlichem Handeln erzählen. Filme, die uns zeigen, wie bei aller Unterschiedlichkeit und selbst bei tiefen Konflikten zu jeder Zeit ein Neuanfang im sozialen Zusammenleben gelingen kann. Filme, die inspirieren und unseren inneren Kompass justieren. Filme, die stark machen und über den Tag hinauswirken.
Nach einer Führung durch die Moschee und im Anschluss an den Film wollen wir in den Gemeinderäumen des Islamischen Kulturvereins bei Tee und Gebäck miteinander ins Gespräch kommen.

Herzliche Einladung zum lockeren Austausch ins Vereinshain
Wir wollen diskutieren über eine Entwicklung, die uns sehr beschäftigt: die Reaktionen in Europa auf die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) in den einzelnen europäischen Ländern und in den demokratischen Parteien; und zeitgleich der Vormarsch rechter antidemokratischer Kräfte in Deutschland und Europa, die Geflüchtete als Vorwand benutzen, um Angst in der Bevölkerung zu schüren.

Dazu treffen wir uns: am Freitag, 21. Juli 2023 ab 17.00 Uhr im Vereinshain
Auch später ankommende Gäste sind immer willkommen.

Kommt vorbei und lasst uns in Bamberg über Europa reden!

In Kooperation mit dem Deutsch-Englischen Club Bamberg e.V.:
Vortrag von Dr. Robert Craig: Shadows of Empire: How (not) to remember Britain`s tricky past (Lecture in English)
Dienstag, 20.06.2023, 19:00–20:30 Uhr
Volkshochschule Bamberg

„Must Rhodes Fall?“ In the past few years, and particularly since the ‚Black Lives Matter‘ protests of 2020, there have been ever louder calls for Britain to face up to the legacy of its imperial and colonial past. An Oxford statue of Cecil Rhodes (1853-1902) – both a brutal imperialist and a willing philanthropist – became a particularly controversial focal point in this debate. Should it stand? Should it fall? Should it be curated in a museum? Destroyed? Pushed into a dark corner and forgotten about? And what do our answers say about both our relationship with the past, and our values in the present and future? In this talk, Dr Robert Craig wants to think about these questions through his own experience as both a literary and cultural theorist and a native Brit. He will ask what the British can learn from Germany’s difficult (and ongoing) process of „Vergangenheitsbeschäftigung“ – and how Europe in general can come to terms with national histories that have often been far from glorious.

Dr. Robert Craig is a Lecturer in English, American, and German Literary and Cultural Studies at the University of Bamberg. He’s edited a book on the interplay of literature and science around 1900 and written a monograph, which was published in 2021, about the groundbreaking German modernist author, Alfred Döblin. He’s also published articles on various aspects of modern literature, philosophy, and cultural theory. He sits on the board of ‚Europa in Bamberg‘; and he has appeared on German Radio and TV as a commentator on British cultural affairs — specifically in relation to the monarchy and its changing significance in contemporary Britain.

In Kooperation mit Dr. Robert Craig (Lehrstuhl für Britische Kultur der Universität Bamberg):
Vortrag von PD Dr. Fergal Lenehan: Irland und Europa: Vergangenheit und Zukunft (Vortrag auf Deutsch)
Donnerstag, 15.06.2023, 18:15 – 19:45 Uhr
An der Universität 2, Raum 01.33,
96047 Bamberg

Das Brexitvotum hatte nicht nur Folgen für das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland, sondern auch für den Staat Irland, der oft als ‚Republik Irland‘ bezeichnet wird. Dieser Vortrag wird die Geschichte und die mögliche Zukunft der ‚Insel Irland‘ in Bezug auf  Europa und die EU diskutieren. Wie hat sich der Brexit auf die Beziehungen in Nordirland / im Norden Irlands als auch zwischen Irland und Großbritannien ausgewirkt? Warum eigentlich ist sogar der Name des nördlichen Teils der irischen Insel höchst umstritten? Warum ist Irland bzw. die Republik Irland so EU-freundlich, wie Eurobarometer-Statistiken häufig zeigen? Warum hieß es nicht „UKexit“ statt „Brexit“? Ist ein vereinigtes Irland innerhalb der EU jetzt unvermeidlich und was hätte das mit Brexit zu tun?

PD Dr. Fergal Lenehan ist Forscher an der Universität Jena, wo er an der Forschungskooperative ReDICo beteiligt ist (www.redico.eu). Er ist Autor
der Monographien Intellectuals and Europe: Imagining a Europe of the Regions in Twentieth Century Germany, Britain and Ireland und Stereotypes,
Ideology and Foreign Correspondents: German Media Representations of  Ireland, 1946-2010
. Er war Mitherausgeber von Reclaiming the European Street, einer Sammlung der europäischen Essays und Reden des irischen Staatspräsidenten Michael D. Higgins.

Dieser Gastvortrag wurde von Dr. Robert Craig (wiss. Mitarbeiter am Lehrstuhl für Britische Kultur) in Zusammenarbeit mit dem Verein ‚Europa in Bamberg‘ organisiert.

Malte Gallée im Europaparlament
Unter dem Label „Qatargate“ sorgten die Korruptionsermittlungen um die griechische EU-Abgeordente Eva Kaili im Dezember 2022 im Europäischen Parlament für eine Erschütterung. Was ist seither passiert? Welche Regeln hat das Europäische Parlament inzwischen ausgearbeitet, um solche Beispiele zukünftig auszuschließen? Wie können sich europäische Institutionen gegen Bestechung wehren? Über diese spannende Frage diskutieren Studierende, die bei den Jungen Europäischen Föderalist:innen an der Universität Bamberg engagiert sind, mit Malte Gallée, dem jüngsten deutschen Europaabgeordneten.
Am Freitag, 12. Mai 2023 um 20.00 Uhr im Nebenraum des Hofcafé, Austraße 14, 96047 Bamberg
Herzliche Einladung zum Mitdiskutieren, Fragen stellen und EU-Politik hautnah erleben!
Das Thema Antisemitismus verschärft sich quer durch Europa und hat in den letzten Jahren eine gefährliche Aggressivität angenommen. Mit knapp einer halben Million Menschen lebt in Frankreich die größte jüdische Bevölkerung Europas. Gleichzeitig fühlen sich Jüdinnen und Juden im europäischen Vergleich nirgends so unsicher wie dort.
Laut einer Umfrage unter europäischen Jüdinnen und Juden, die von der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) in Auftrag gegeben wurde (2018), sind 77 Prozent der französischen Jüdinnen und Juden der Ansicht, der Antisemitismus habe in den vergangenen fünf Jahren „stark zugenommen“ (zum Vergleich: der Durchschnitt lag bei der in zwölf Ländern durchgeführten Erhebung bei 63 Prozent). Und 60 Prozent der Befragten (im Vergleich zu 47 Prozent im Gesamtdurchschnitt) fürchten, im kommenden Jahr angegriffen oder beleidigt zu werden, weil sie jüdisch sind.
Auch in Deutschland haben antisemitische Angriffe und Beleidigungen auf Jüdinnen und Juden beängstigend zugenommen. Im Jahr 2021 registrierte der Zentralrat der Juden in den deutschen Gemeinden nur noch 91.839 Juden und seit 2005 fallen die Mitgliedszahlen ebenfalls kontinuierlich ab.   Deshalb wollen wir einen Schwerpunkt auf diese beiden Länder in Europa legen.
Patrick Nitzsche, Historiker und Antisemitismusbeauftrager der Stadt Bamberg, wird uns über Entwicklungen in beiden Ländern unterrichten und die wichtigsten Fakten zum Thema vorstellen. Anschließend gibt es Raum für Gespräch und Diskussion. Wir freuen uns sehr, dass diese Veranstaltung in Kooperation mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft stattfinden wird und laden Sie sehr herzlich dazu ein.

Wann? Mittwoch, 15. März 2023, 19.00 Uhr
Wo? Hofcafé in der Austraße (Nebenraum)

Europa Stammtisch zu Beitrittserwartungen und den Gesprächen mit der Ukraine
Donnerstag, 16. Februar um 19.00 Uhr im Hofcafé / Nebenraum

Worum geht es?

Die Europäische Union steht für Demokratie, für Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Minderheitenschutz und politische Stabilität. Mit fast 450 Millionen Menschen ist sie zu einem der stärksten Wirtschaftsräume angewachsen. Seit dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine spüren die EU-Mitgliedsländer eine große Solidarität und Verpflichtung, dass die Ukraine dem europäischen Bündnis beitreten kann.
Seit Juni 2022 ist die Ukraine Beitrittskandidat und hat trotz Krieg im eigenen Land beträchtliche Anstrengungen unternommen, um dieses Ziel zu realisieren. Diese Anstrengungen erkenne die EU an, die die Ukraine in den vergangenen Monaten unternommen habe, „um die ihrem Status als Beitrittskandidat zu Grunde liegenden Ziele zu erreichen“, erklärten EU-Ratspräsident Charles Michel und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen nach dem EU-Ukraine-Gipfel in Kiew. „Die Ukraine ist die EU, die EU ist die Ukraine“, betonte Charles Michel nach dem Gipfel, der am 3. Februar 2023 stattfand. Beide haben der Ukraine volle Unterstützung bei deren Wunsch nach baldiger Mitgliedschaft zugesagt, aber beim Gipfel in Kiew keinerlei konkrete zeitliche Perspektive gegeben. Dies geht aus der gemeinsamen Abschlusserklärung von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Ratspräsident Charles Michel und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj hervor.
Aber das Gesamtpaket dieses Besuchs muss in der Ukraine so wirken, dass ein Beitritt – oder mindestens die schnelle Aufnahme von Beitrittsverhandlungen – realistisch ist. Dagegen hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron im letzten Frühsommer formuliert, dass es bis zu einer Vollmitgliedschaft der Ukraine noch Jahrzehnte dauern werde. Bundeskanzler Olaf Scholz hat im letzten Herbst davon gesprochen, dass vor einer großen Erweiterung die EU zunächst sich selbst reformieren müsse. Es spielen also viele Aspekte in dieses Thema hinein. Darüber wollen wir diskutieren.

23. November 2022, 18.00 Uhr

—– Bitte um Beachtung!!! —–

Raumänderung: Vortrag findet im Nebenraum des Hofcafé in der Austraße statt.

Professor Dr. Daniel Drewski, der eine Juniorprofessur für die Soziologie Europas und Globalisierung an der Universität Bamberg innehat, beschäftigt sich in seiner Forschung und im angekündigten Vortrag mit dem Thema „Flüchtlingskrise und politische Polarisierung in Europa. Eine ländervergleichende Analyse politischer Debatten zur Aufnahme von Geflüchteten.“

Er forscht zum Phänomen der „Grenze“, also der sozialen Institution, die Staaten und Gesellschaften voneinander trennt. In seiner Antrittsvorlesung in Bamberg hat er aus einem Projekt berichtet, in dem es um die Frage geht, wie man die unterschiedliche Bereitschaft von Ländern erklären kann, ihre Grenzen für Flüchtlinge zu öffnen, um ihnen Schutz zu bieten. Um das herauszufinden, analysierten er und sein Kollege politische Debatten über die Aufnahme von Flüchtlingen in sechs Ländern: Chile, Deutschland, Polen, Singapur, Türkei und Uganda. Sie konnten zeigen, wie insbesondere nationale Identitätskonstruktionen und die Deutung „der Anderen“ die Aufnahmebereitschaft prägen. Auch in diesem Vortrag wird es um Migration in Europa gehen und den Umgang von Politikern, Journalisten und Verantwortlichen in Verwaltung und öffentlichen Institutionen mit Geflüchteten. Die Wahrnehmung der „Anderen“ sagt viel über das „Eigene“ aus.

Veranstaltungskalender der nächsten 3 Monate

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